Ich hab dich in großen Kirchen gesucht in Menschen mit schwarzen Talaren, hab zu dir gebetet und dich auch verflucht weil Tränen zu dir, umsonst so oft waren.
Ich war so klein und angstvoll mein Herz doch sie sagten ich soll zu dir beten, das Bänkchen war hart, meine Knie voller Schmerz ich tat alles um mit dir zu reden!
Doch wunderte ich mich über die Pracht in welcher du angeblich wohnst, ich hatte oft Hunger und Angst in der Nacht schlagende Hände haben mich nie verschont.
Dann wurde ich groß und begann zu denken das konnte doch alles nicht sein, ich versuchte meinen Kontakt zu dir selbst zu lenken und plötzlich fühlte ich mich nicht mehr allein.
Ich las die Bibel unterm Kirschbaum im Garten, betete leise zu dir ganz allein, bekam stets Antwort auf all meine Fragen musste nur still sein und hören in mich hinein.
Es begann eine Freundschaft und ein Vertrauen dass immer mehr wuchs und gewachsen ist, ich lernte durch dich ins Leben zu schauen, zu verstehen das Leben und Liebe du bist.
Sie nennen dich Gott und beten in Kirchen knien vor Figuren die dir angeblich ähnlich sind, ich rede leise zu dir mit dem Herzen und höre dich sagen , “auch du bist mein Kind.“
Einst habe ich dich in Kirchen gesucht in Menschen mit schwarzen Talaren, verzeih mir wenn ich geschimpft und geflucht, weil Menschen nicht aufrichtig waren.
Ich weiß jetzt, du wohnst in der Natur, dem Leben, was du gegeben so ist meine Kirche in Wald und Flur das zu begreifen, das nenne ich beten!